Gottesdienst speziell: "...in Undenheim am Anglerteich"
am 6.8.2017, 10.30 Uhr
Schon Jesus predigte auf dem See...

Ein Gottesdienst im Grünen am idyllischen Anglerteich des Anglervereins,  
     Pfarrer Holzbrecher predigt wieder vom schwankenden Fischerboot, 
     die Gemeinde sitzt am Ufer. 
     Der Evangelische Posaunenchor Undenheim begleitet diesen speziellen Gottesdienst,
	 manchmal - je nach Ferienterminen - auch der Kindergottesdienst mit einem Kinderbetreuungsprogramm.
     Anschliessend gemütliches Beisammensein bei Forelle, Spiessbraten, Kinderhüpfburg,u.a.m.

Zum wiederholten Mal nutzte Pfarrer Frank Holzbrecher die Gelegenheit, anläßlich des Anglerfestes vom Boot aus zu predigen. Wie es nun schon Tradition ist, wurden wieder Besucher auf 2 Booten des Gottesdienstes mit auf den Weiher genommen. Ganz im Stile der damaligen Einladung des Vereins, nach der Pfarrer Dr. Holzbrecher jetzt hätte „wie Jesus“ vom Boot aus predigen können, wurde nun der Tatsache Geltung verschafft, daß Jesus in der Bibel nur zu einem Anlaß alleine in einem Boot war.

Damit auch die Gemeinde nicht „alleine“ gelassen wurde, hatte sich der Evangelische Posaunenchor Undenheim wie bewährt für die musikalische Gestaltung zur Verfügung gestellt, und auch der Kindergottesdienst schloß sich wie in den Vorjahren an und kam zum Fest. Bevor die Kinder sich zurückzogen, durften sie noch eine der mittlerweile in Freiluftgottesdiensten traditionellen Geschichten mitanhören: Darin erzählte der Pfarrer von einem kleinem, unförmigen Einsiedlerkrebs namens Bernhard, der jahrelang gut mit der eitlen Anemone Charlotte zusammen seinen Krebspanzer bewohnt hatte. Obwohl beide aufeinander angewiesen waren, hatte Bernhard doch unter seinem Äußeren und dem Spott der Anemone zu leiden, so daß er schließlich zu Gott darum betete, zu wachsen und groß zu werden. Als diese Bitte erfüllt worden war, mußte er sich jedoch von Charlotte trennen, die ihrerseits nun erkannte, so nicht glücklicher zu sein und den ebenso unglücklichen Bernhard lieber zurückhaben wollte. Ihr Gebet darum wurde erhört, und beide lebten fortan wieder gemeinsam.

Nach einer für die Angler textlich bearbeiteten Fassung des Liedes „Kein schöner Land“ folgte als Schriftlesung ein Auszug aus Psalm 104. Als das Boot zur Predigt zwei Gemeindeglieder aufgenommen hatte, wobei sich der Pfarrer davor hütete, Konfirmanden einzuladen, die ihn wohl gerne „verschaukelt“ oder gar ins Wasser gestoßen hätten, wurde ein Teil des sechsten Kapitels des Johannesevangeliums verlesen – einer der Berichte über die Speisung der 5000. Aus den Ausführungen von Pfarrer Holzbrecher ging hervor, daß solche Erzählungen beispielhaft zu verstehen seien: Die Speisung sei ein Beispiel des Teilens, des Teilnehmens und der Initiative. Ihm zu folgen setze auch Engagement und Bereitschaft voraus. Der Christ sei damit in erster Linie ein Mitglied der Gemeinde, in der er lebt; das Christentum ein Bekenntnis, das dem Leben – nicht einem isolierbaren Denken – zugrunde liegt. In diesem Sinne seien auch künstliche Trennungen von bürgerlicher und christlicher Gemeinde oder ein speziell und ausnahmslos kirchlicher Ernst nicht zu begründen.

Diesem Appell zur Teilnahme der Christen am öffentlichen Leben wurden auch die Gruß- und Dankworte von Ludwig Ackermann, dem ersten Vorsitzenden des Angelsportvereins, vollauf gerecht. So dankte er den teilnehmenden Gruppen für ihr Engagement und den Gästen für ihren Besuch. Alle lud er ein, noch zum Fest zu bleiben, um zu essen und zu trinken.
2.8.2009 Undo Friesen
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